Häufig gestellte Fragen

Weitere häufige Fragen
Wie sehen die Unterkünfte auf der Tour aus?
Welches Essen wird auf den Touren angeboten?
Brauche ich Erfahrung um einen Hundeschlitten zu lenken?
Wie fit muss ich körperlich sein?
Wie kalt kann es auf den Safaris werden?
Wie wird unterwegs für unsere Sicherheit gesorgt?
Werde ich Nordlichter sehen?

Fragen zur Ausrüstung
Welche Ausrüstung wird grundsätzlich zur Verfügung gestellt?
Welche Ausrüstung kann ich möglicherweise leihen, wenn ich sie selbst nicht besitze?
Was muss ich mitbringen?
Was sind die besten Methoden, um auf einer Safari warm zu bleiben?
Wie schichte ich meine Kleidung am Betsen in Bezug auf die verschiedenen (und wechselnden) Temperaturen?
Weitere Tips, um sich warm zu halten
Was Sie anziehen sollten, wenn Sie in die Arktis reisen


Fragen bezüglich des Hundeteams
Wie viele Hunde werde ich in meinem Team haben?
Wie wird mein Team zusammengestellt?
Laufen immer die selben Hunde in einem Team?
Laufen die Hunde immer in derselben Position?
Werde ich die Hunde in meinem Team gut kennenlernen?
Welche tägliche Distanz können die Hunde ohne Probleme laufen?
Wie schnell können die Hunde rennen?
Kennen die Hunde den Weg?
Downloadable Multiday Safari Kit List

Empfohlene Lektüre über die Arktis

Fragen bezüglich der Buchung
Welche Art von Versicherung brauche ich?
Welche Stornierungsbedingungen gelten?
Was ist die Mindestgruppengröße?
Was ist die maximale Gruppengröße?
Können wir privat oder als Gruppe buchen?
Von wem und auf welcher Sprache wird die Gruppe geleitet?
Wie flexibel ist der Zeitplan?
Welche Leistungen sind nicht enthalten?


FRAGEN ZUR AUSRÜSTUNG


Welche Ausrüstung wird grundsätzlich zur Verfügung gestellt?

Die folgende Ausrüstung wird von uns für jeden Teilnehmer zur Verfügung gestellt, wobei Sie natürlich auch gerne Ihre eigene Ausrüstung benutzen können (insofern Sie von unseren Guides als geeignet betrachtet wird):

Eine Daunenjacke und -hose oder einen Schneeanzug.
Anmerkung: Sollte es zum Ende der Saison hin zu warm für unsere Standardbekleidung sein, können wir diese möglicherweise durch normale regenfeste Kleidung ersetzen.
Schlafsack
Schneestiefel
Besteck, Geschirr, Töpfe, Pfannen, etc.
Thermoskannen für Essen und heisse Getränke

Welche Ausrüstung kann ich möglicherweise leihen, wenn ich sie selbst nicht besitze?

Da wir die folgenden Artikel nur begrenzt vorrätig haben, bitten wir Sie, diese bei Bedarf im Voraus zu reservieren. Wir haben vollstes Verständnis dafür, dass nicht alle Teilenehmer*innen unsere Safaris über Stirnlampen etc. verfügen und bitte fühlen Sie sich nicht verpflichtet, diese extra für eine Safari bei uns zu kaufen. Geben Sie uns einfach im Voraus Bescheid, wenn Sie einen der folgenden Artikel leihen möchten, da wir sonst möglicherweise nicht über genug dieser Artikel verfügen. Anmerkung: Wir haben möglicherweise auch zusätzliche Ausrüstung wie dicke Pullover, wenn Sie Probleme haben etwas passendes zu finden. Dennoch ist es natürlich am besten, wenn Sie selbst über die nötige Ausrüstung verfügen, mit der Sie bereits vertraut sind.

Handschuhe (je nach Verfügbarkeit)
Winter Buffs / Halswärmer Extra Socken (je nach Verfügbarkeit
Stirnlampe Balaklavas
Verschiedene Kopfbedeckungen Eine Wasserflasche

Was muss ich selbst mitbringen?

Die folgende Liste bietet Ihnen einen Anhaltspunkt, welche Ausrüstung Sie für eine 5-tägige Schlittentour mitbringen sollten. Bitte passen Sie die Anzahl der Artikel der Länge Ihres Aufenthaltes sowie den vorgesehenen Temperaturen in Lappland an!

Wenn Sie bspw. im März kommen sind die Temperaturen deutlich wärmer als im Januar oder Februar, weshalb Sie wahrscheinlich auf einige Schichten ihrer Bekleidung verzichten können.

Vergessen Sie auch nicht, dass Sie Ihre Kleidung während der Safari nicht waschen können. Unsere Guides, die Ihre Tour begleiten werden, werden wahrscheinlich sogar nur eine Schicht Außenbekleidung für den ganzen Trip dabeihaben. Sie werden wahrscheinlich nicht einmal extra Wechselkleidung für abends mitnehmen, da sie wissen, je mehr mitgenommen wird, desto mehr muss den Hunden bei Anstiegen geholfen werden. Seine Kleidung weniger oft zu wechseln als normalerweise in der Zivilisation, ist auch ein Teil des Lebens in der Arktis. Wir verstehen, dass Sie vermutlich weniger an das Leben in der Wildnis gewöhnt sind, und wahrscheinlich einige ihrer Kleiderschichten wechseln möchten, um sich sauber und frisch zu fühlen.

Bitte bringen sie KEINE weitere Kleidung außer der unten genannten mit, da Sie schlichtweg nicht in der Lage sein werden, diese mitzunehmen.

Unsere Guides werden Ihre Ausrüstung am Anfang der Safari prüfen, um zu sehen, wieviel Sie mitgebracht haben und ob es für die Tour tauglich ist. Sollten Sie sich zu irgendeinem Zeitpunkt der Safari unwohl fühlen, teilen Sie dies bitte unverzüglich Ihrem begleitenden Guide mit.

Im Folgenden finden Sie eine zusammengefasste Liste der Dinge, die Sie brauchen werden, gefolgt von einem Abschnitt, in dem unsere Auswahl detaillierter erklärt wird. Diese Liste kann ebenfalls im .pdf Format in Englisch heruntergeladen werden. hier:

Außenbekleidung Schuhe / Füße Körperkern Beine Extremitäten Weiteres
Thermooberbekleidung gestellt Winterschuhe gestellt KEINE BAUMWOLLE! KEINE JEANS! 2 bis 3 Paare von dünnen, billigen Unterhandschuhen, wie z.B. "Magic Gloves" Stirnlampe und Ersatzbatterien (Lithium)
3 Paare dünnere Wintersocken Unterwäsche. Bevorzugt Wolle oder Synthetische. Keine Baumwolle. 1 oder 2 Paae warme Handschuhe oder Fäustlinge (falls Sie 2 Paare bringen, dann am besten von jedem Typ eins). Sonnenbrille (ab Februar) aufgrund der Schneereflexion
3 Paar dickere, wollene Winter/ Bergsteigersocken 2 leichte wollene oder synthetische Oberteile 1 oder 2 Paar leichte wollene oder synthetische Strumpfhosen. (Ihr zweites Paar kann am Abend genutzt werden/ als zusätzliche Absicherung für extrem kaltes Wetter.) Eine leichte, bspw. powerstretch, Mütze für den täglichen Gebrauch. Skibrille (können wenn nötig von uns gestellt werden) sind in harten Bedingungen hilfreich- weniger nötig zum Ende der Saison hin.
1 Paar leichte Hausschuhe/ crocs (billige warme lappische Hausschuhe können hier gekauft werden) 1 oder 2 x Mittlere Schicht (bspw. 100 Gramm) Fleece Pullover / powerstretch Oberteile 1 medium-warme Schicht powerstretch / Fleece Hosen 1 winddichte Mütze, die die Ohren gut bedeckt. 1 Reisehandtuch (und möglicherweise Badebekleidung) - für die Wildnissauna
1 warmer Fleecepullover (bspw. powerstretch) / Wolle / synthetische (bspw. primaloft) Oberschicht Ein oder zwei Winter-Buffs (Hetta Huskies' personalisierte Buffs können zu einem günstigen Preis bei uns gekauft oder auch geliehen werden). Alternativ können Sie einen davon mit einem Balaklava ersetzen. Minimale Erste Hilfe Ausstattung und Hygieneartikel (Zahnbürste & und -pasta, Medikamente, Kopfschmerztabletten, Magen-Darm-Tabletten, Blasenschutz, Wärmepacks etc.)
Möglicherweise Fleece Weste oder eine synthetische (bspw. primaloft) Weste Eine Schlittentasche/ Tagesrucksack & eine Tasche um Sachen auf der Farm zurückzulassen
Schlafsackliner (dünner Innenschlafsack)
Eine Wasserflasche (je nach Verfügbarkeit)

Was sind die besten Methoden, um auf einer Safari warm zu bleiben


1) Essen Sie ein reichliches Frühstück am Morgen, um Ihr Energielevel aufrecht zu erhalten. Planen Sie aber auch genug Zeit für die Verdauung ein, sodass Ihr Blut weg vom Magen und zurück in den Körper fließen kann.

2) Wenn Sie zur Toilette gehen müssen – halten Sie es nicht zurück, weil Sie sich nicht mit der Unbequemlichkeit der vielen Kleidungsschichten beschäftigen wollen - bringen Sie es hinter sich und Sie werden sich schnell wärmer fühlen!

3) Arbeiten Sie hart, um Ihre Körpertemperatur stabil zu halten (während Sie sich gleichzeitig dünn genug anziehen sollten, um nicht zu schwitzen!).


Was sind die besten Methoden, um auf einer Safari warm zu bleiben

Weitere Tips, um sich warm zu halten.

Unabhängig von der Länge der Safari, ist warme Kleideung unerlässlich. Wir bieten Ihnen Thermoanzüge und Schneestiefel für extrem kalte Temperaturen für unsere längeren Safaris an. Für Tagestouren reicht normale Ski- oder Outdoorbekleidung, welche Sie wahrscheinlich ohnehin auf Ihrer Lappland Reise tragen werden.

Das Zwiebelprinzip ist der Schlüssel zum Erfolg, von Innen nach Aussen...

Generell ist es empfehlenswert, sich in mehreren dünneren Schichten aus synthetischen Stoffen oder Wolle zu kleiden, als aus einer dicken Schicht, da bei mehreren dünnen Schichten die warme Luft in den Zwischenräumen gespeichert werden kann.

Gehen Sie sicher, dass Sie keine Baumwolle am Körper tragen - zu keinem Zeitpunkt! KEINE JEANS.

Ihre erste Schicht sollte aus Thermounterwäsche bestehen, die recht eng am Körper anliegt. Im Idealfall sollte sie wasserabweisend sein.

Anmerkung: Das Ziel in der Arktis ist es,so wenig wie möglich zu tragen, damit man nicht schwitzt, aber auch genug um vor der Kälte geschützt zu sein. Die richtige Balance zu finden kann am Anfang etwas schwierig sein.

Ihre Aussenschicht sollte wasser- und winddicht sein, gleichzeitig jedoch das Entweichen von Feuchtigkeit von innen erlauben. Das worst-case-scenario ist, eine Schicht Schweiss, die sich zwischen Ihnen und ihrer Bekleidung bildet. Wenn Schweiss hier abkühlt, gefriert er. Feuchtigkeit auf ihrer Haut entzieht Wärme um 70% schneller als Luft. Wenn Sie also schwitzen und ihre Kleidung Feuchtigkeit aufnimmt, fängt ihre Körpertemperatur an zu schwanken und sie kommen in einen Überhitzungs- / Gefrierzyklus. Daher sollten Sie sobald Ihnen zu warm ist, versuchen, ihre Körpertemperatur zu regulieren - zuerst indem Sie die Schichten um Kopf, Hals und Hadgelenk anpassen und dann indem Sie eine Schicht Bekleidung wegnehmen. Sie werden überrascht sein, wie wenig Kleidung sie tatsächlich brauchen, solange Sie sich bewegen.

Idealerweise sollte eines Ihrer Thermooberteile einen hohen Kragen haben, um ihren Hals warm zu halten und um zu einem gewissen Grad die Waerme zu regulieren, da dies Ihre lebensnotwendige Schicht ist, da sie Feuchtigkeit sofort von der Haut wegtransportieren muss. Ein oder zwei sehr duenne Schichten Merino-Wolle (oder eine duennere und eine mittelschwere Schicht) waere ideal (abhaengig davon, welche Art von Isolationsschicht Sie bevorzugen). Anmerkung: Obwohl wir angeben, dass Sie ein oder zwei Sets von Oberteilen und Hosen mitbringen sollen, wird das zweite Paar Thermostrumphosen wohl eher fuer die Abende/zum Schlafen verwendet, als eine zusaetzliche Sicherheit fuer superkaltes Wetter am Tag, da Sie ohnehin eine weitere Strumphose als Mittelschicht haben werden und dies normalerweise ausreicht.

Mittlere Schichten

Ihre mittleren Kleidungsschichten sollten ebenfalls Feuchtigkeit nach außen transportieren, gleichzeitig aber auch warme Luft an ihrem Körper halten. Diese - genau wie alle folgenden Schichten - sollten ohne Probleme über Ihre unteren Schichten passen, ohne dabei ihre Durchblutung zu behindern. Wählen Sie z.B. Polartec® 100 microfleeces, powerstretch oder schwerere Naturwollprodukte (wie Merino), die auch dann noch warm halten, wenn sie nass sind.

Sie brauchen womöglich nicht beide Schichten unter Ihrem Schneeanzug, wenn die Temperaturen warm genug sind. Wenn Sie jedoch bei -30 oder -40 Grad unterwegs sind, werden Sie noch zusätzliche Schichten anziehen wollen. In wärmeren Wochen können Sie ein Set behalten, um es in den Unterkünften oder zum Schlafen zu tragen. In kälteren Wochen behalten alle Teilnehmer all ihre Kleiderschichten an, also machen Sie sich keine Gedanken über das Wechseln Ihrer Kleidung!

Isolierende Schicht

Es ist wichtig, wenigstens ein dickeres Fleece (z.B. Polartec 200 oder 300), einen dickeren Wollpullover oder eine synthetische Schicht (Thinsulate / Primaloft) als weitere Lage dabei zu haben, falls es kälter werden sollte. Bitte beachten Sie, dass es schwierig vorherzusehen ist, ob Sie diese Extra-Lage tatsächlich brauchen werden, da Ihre Außenbekleidung sehr warm ist. Sollte es jedoch eine kalte Woche sein, werden Sie diese zusätzliche Lage auf jeden Fall zu schätzen wissen. Synthetische Materialien sind die beste Option für diese Schicht, da diese schneller trocknen und relativ leicht sind. Sie brauchen keine winddichten Materialien in dieser Schicht, da diese dort nur Schweiß am verdunsten hindern würden.

Westen

Etwas, das wir statt einer extra mittleren Schicht empfehlen können, ist eine Fleece- / Powerstretch- / Daunen- oder Synthetik-Weste. Leichte Fleecewesten können als mittlere Schicht und dicke Daunenwesten als äußere Schicht getragen werden. Diese haben den Vorteil, dass man seine Arme relativ frei bewegen kann und die Körpertemperatur dennoch aufrecht erhalten wird.

Außenbekleidung

Wir haben entschieden in erster Linie Schneemobilanzüge auszugeben, anstelle von Daunenbekleidung. Die Anzüge sind besser für die wechselnden Aktivitätsperioden beim Schlittenfahren. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Schneemobilkleidung robuster ist und in Präsenz der Hunde länger standhält. Ein Nachteil der etwas schwereren Anzüge ist jedoch, dass es schwieriger ist die Schichten entsprechend der Temperatur anzupassen, wenn man unterwegs ist.

Die Außenbekleidung dient dazu, Nässe von außen abzuhalten und gleichzeitig Feuchtigkeit von Innen abzuleiten. Im Frühling reicht teilweise normale Shells, solange diese über atmungsaktive Membranen, wie z.B. eVent(R) verfügt. Diese halten Wind und Nässe ab und erlauben gleichzeitig den unteren Lagen, den Schweiß nach außen abzuleiten. Bei Pausen sind allerdings nach wie vor warme Daunen oder Fleece Jacken nötig, um die Wärme am Körper zu halten. Wir geben daher die ganze Saison über Schneeanzüge aus, um genug Schutz bei jedem Wetter zu gewähren.

Beinbekleidung

Die meisten Menschen denken bei warmer Bekleidung in erster Linie an den Oberkörper und schenken den Beinen wenig Beachtung. Dies mag unter normalen Umständen in Ordnung sein, funktioniert allerdings nicht im arktischen Klima. Egal, wie lange Sie sich draußen aufhalten, eine warme Beinbekleidung ist wichtig um sich von allen Seiten vor dem Wetter zu schützen.

Wir empfehlen daher, zwei Paar lange Unterhosen mitzunehemen, idealerweise in zwei verschiedenen Materialstärken / Wärmestufen (z.B. thermo und powerstretch). Diese können dann unter den von uns gestellten Schneehosen getragen werden, bzw. als Hütten- und Schlafbekleidung genutzt werden.

Bitte denken Sie daran...Jeans (also Baumwolle) ist NICHT OK!

Kann ich meine eigene Kleidung nutzen?

Wenn Sie Ihre eigene Kleidung als Außenschicht verwenden wollen, anstatt den von uns gestellten Jacken und Hosen, müssen Sie uns a) davon überzeugen, dass Ihre Kleidung warm genug ist, b) dass Sie genügend Erfahrung in kaltem Klima haben um dies zu beurteilen und c) dass Sie sowohl eine gut isolierende und atmungsaktive Jacke, wie auch eine entsprechende Hose bei sich haben.

Anmerkung: Einige unserer Gäste verwenden Buffalo / Montane, oder ähnliche pertex-pile-systems. Wenn Sie mit diesen Bekleidungssystemen vertraut sind und diese vorziehen, gehen wir davon aus, dass Sie Erfahrung mit der entsprechenden Anwendung in kalten Temperaturen haben. Fühlen Sie sich also nicht gezwungen, Ihre Ausrüstung unter allen Umständen nach unseren Vorgaben anzupassen. Wir möchten trotzdem darauf hinweisen, dass es wichtig ist genügend warme Basisschichten mitzubringen. Es kann gut sein, dass die Arktis doch etwas kälter ist, als Sie erwarten!

Wenn Sie Glück haben und das Wetter "warm" genug ist, wird Ihr System auch durchaus die ganze Tour über funktionieren. Wir werden Ihnen wahrscheinlich trotzdem eine weitere isolierende Außenschicht mitgeben, falls es plötzlich zu einem Temperatursturz kommen sollte. Denken Sie bei der Verwendung von Pertex-Kleidung auch an die Robustheit des Materials. Wir können nicht garantieren, dass das Material den Pfoten eines Hundes standhalten wird, wenn dieser Sie überschänglich begrüßen will!

Kurz gesagt, wenn Sie nicht wirklich vertraut mit dem arktischen Klima und den entsprechenden Bekleidungssystemen sind, ist es wahrscheinlich einfacher, die von uns gestellte Kleidung zu nutzen. Wenn Sie allerdings über eine funktionierende pertex pile Garderobe oder ähnliches verfügen, müssen Sie nicht unbedingt neue Ausrüstung nur für diese Safari kaufen. In Kombination mit der von uns gestellten Ausrüstung wird sich eine passende Lösung finden!

Nähere Informationen zur Wahl der Schuhe

Für unsere längeren Touren werden wir Sie mit Schneestiefeln ausstatten, die für die Schlittenfahrten genutzt werden können. Zusätzlich sollten Sie allerdings Winter Crocs oder Hüttenschuhe mitbringen, um die Tour entspannt genießen zu können. In Finnland zieht man seine Schuhe an der Haustüre aus, weshalb ein Paar Hausschuhe den ganzen Urlaub deutlich angenehmer gestalten können.

Wenn Sie Ihre Leihschuhe entgegen nehmen, stelle Sie sicher, dass die Schuhe einige Nummern zu groß sind und genügend Platz für mehrere Sockenlagen bieten. Wir empfehlen eine Schicht Baselayer Socken, um die Feuchtigkeit abzuleiten und darüber mehrere Paar warme Socken. Achten Sie auch hier auf die Materialien. Die Socken sollten aus Wolle sein, oder besonder für kalte Temperaturen ausgelegt sein. Verwenden Sie keine Baumwolle! Achten Sie außerdem darauf, dass die Socken Ihren Füßen genug Platz bieten und nicht die Blutzirkulation beeinträchtigen. An warmen Tagen können die etwas zu großen Schuhe etwas unpraktisch erscheinen, aber wenn die Temperatur unter -40 Grad Celsius fällt, werden Sie sich über die zusätzlichen Sockenlagen freuen!

Wie auch bei der Bekleidung an sich, müssen Sie darauf achten, dass das Innere Ihrer Schuhe trocken bleibt. Nehmen Sie genügend Socken mit, um notfalls jeden Tag der Tour die Socken austauschen zu können, um nasse Füße zu vermeiden. Wasser leitet Wärme 25 mal schneller als Luft und erhöht dementsprechend das Risiko, sich Erfrierungen zuzuziehen.

Wenn Sie herausnehmbare Innensohlen oder Innenschuhe haben, nehmen Sie diese bei jeder Gelegenheit in geschlossenen Räumen heraus und hängen die Einlagen zum trocknen auf. Öffnen Sie außerdem Ihre Schuhe weit, um das Innere trocknen zu lassen.

Wenn Sie Ihre eigenen Schuhe nutzen möchten, testen Sie diese bitte am ersten Tag der Safari. Dann haben Sie immer noch die Möglichkeit auf eines unserer Modelle umzusteigen, da wir uns Abends wieder auf der Farm befinden werden. Eines unserer größten Bedenken ist, dass Ihre Schuhe wahrscheinlich passend gekauft wurden und dementsprechend nicht genügend Platz für mehrere Lagen Socken bieten können. Zögern Sie also nicht, die von uns angebotenen Schuhe anzunehmen.

Sollten Sie besonders große oder kleine Füße haben, bzw. falls Kinder in der Gruppe sind, lassen Sie uns dies bitte rechtzeitig wissen, damit wir entsprechende Schuhe bereitstellen können. Anderenfalls können wir nicht garantieren, passende Schuhe auf Lager zu haben.

Socken

  • • Eine Kombination aus dünnen und dicken Socken sollte während der Tour immer in Reichweite aufbewahrt werden, um gegebenenfalls als Reserve zu dienen, falls Ihre Füße nass werden sollten. Eine Zweite Kombination kann am Abend in der Hütte genutzt werden und die dritte Kombination tragen Sie am Körper. Nehmen Sie außerdem einige Plastiktüten mit, um die Socken trocken aufzubewahren. Die Tüten können auch als Zwischenschicht genutzt werden, um trockene Socken von nassen Schuhen zu trennen.

  • • Wie bereits erwähnt, sollten die Socken groß genug ausfallen, um übereinander zu passen. Kaufen Sie gegebenenfalls größere Socken als gewöhnlich, um die Blutzirkulation in den Füßen nicht abzuschnüren.

    Anmerkung: Günstige Fleecesocken können als gute Notfallreserve dienen, solange sie dick genug sind. Es müssen nicht immer die teuren Socken aus dem Outdoorladen sein.

  • • Warme Hausschuhe bieten wir auch in unserem Souvenir-Shop an, sollten Sie keine dabei haben.

Die Hände warm halten

Die Wahl zwischen Handschuhen und Fäustlingen ist an nicht ganz so kalten Tagen von Person zu Person unterschiedlich. Fäustlinge bieten mehr Wärmekomfort, während Handschuhe mehr Flexibilität ermöglichen. An kalten Tagen empfehlen wir allerdings immer Fäustlinge, es lohnt sich also beide Optionen zur Verfügung zu haben.

Aber keine Sorge, falls Sie nicht beides besitzen. Wir können Ihnen ein Paar Handschuhe oder Fäustlinge leihen, dass Sie als Reserve nutzen können.

Was Sie aber in jedem Fall mitbringen sollten, sind einige Paar Unterhandschuhe. Diese werden Sie brauchen, um Karabiner zu öffnen und den Hunden ihr Geschirr anzulegen. Wir empfehlen 2-3 Paar Magic Gloves, oder ähnliche günstige Handschuhe. Diese Handschuhe müssen definitiv nicht teuer sein, da eine Starke Abnutzung zu erwarten ist. Auch hier kann ein Sportgeschäft evtl. bessere Optionen bieten, als ein Outdoorgeschäft mit technischer Ausrüstung.

Ein oftmals übersehener Teil des Körpers sind die Handgelenke, wenn es um Wärmeregulation geht. Pulswärmer oder ähnliches bieten einen guten Kälteschutz und sollten mit zur Ausrüstung gehören. Stellen Sie zumindest sicher, dass Ihre mittleren Kleidungsschichten die Arme gut bedecken und dass Ihre Handschuhe bis über die Handgelenke reichen.

Was soll ich um meinen Hals / auf meinem Kopf tragen?

Hier gilt das Sprichwort "Wenn Du kalte Füße hast, ziehe einen Hut auf". Und wenn das noch nicht hilft, ziehe noch einen Hut darüber (bzw. eine Mütze)!

Ein gut funktionierendes System um Hals, Kopf und Handgelenke warmzuhalten ist wichtig, um die Körpertemperatur zu regulieren. Durch diese Lücken kann ansonsten viel Wärme verloren gehen. Gleichzeitig kann bei Überhitzung schnell Wärme abgelassen werden, indem Lagen entfernt werden. Schenken Sie diesen Teilen Ihrer Ausrüstung also genügend Beachtung. Wir lassen niemanden auf unseren Schlitten fahren, der keine ordentliche Mütze trägt! Eine Unterkühlung im Kopfbereich ist als so genannter "Ice Cream Head" bekannt und kann zu Bewusstlosigkeit führen. Da dies eine Gefahr für Hunde, wie auch andere Teilnehmer und Guides darstellt, ist eine warme Kopfbedeckung unerlässlich!

Übrigens, trotz all dem bereits erwähnten bleibt der Mythos, dass die meiste Wärme durch den Kopf verloren geht genau das - ein Mythos. Der Ursprung kann zur Missinterpretation einer halbwissenschaftlichen Studie der US-Armee in den 50er Jahren zurückverfolgt werden. Man verliert natürlich mehr Wärme durch den Kopf, als durch den Körper, solange dieser durch Kleidung gut isoliert ist, während der Kopf unbedeckt ist. Normalerweise fallen etwa 20-30 Prozent des gesamten Wärmeverlustes auf den Kopfbereich. Es ist jedoch zu beachten, dass sich die relativen Proportionen mit Bewegung und Umgebungstemperatur ändern, da der Wärmeverlust über den Kopf linear zur Temperatur verläuft. Das heißt, je niedriger die Temperatur, desto höher der prozentuale Temperaturverlust über den Kopf. Auch die Luftfeuchtigkeit spielt dabei eine Rolle.

Um zum Wesentlichen zurückzukehren, am besten verwenden Sie zwei verschieden warme Kopfbedeckungen, um ein hohes Regulationspotential zu erzielen. Eine Kopfbedeckung sollte leicht sein (z.B. powerstretch oder Wolle), also für den Einsatz bei wenig Wind geeignet sein. Idealerweise sollte der Kopf inklusive Ohren vollkommen bedeckt sein.

Die zweite Kopfbedeckung sollte dicker ausfallen und winddicht sein, um auch unter extremeren Bedingungen genügend Schutz zu bieten. Wenn möglich sollte die erste Kopfbedeckung unter die zweite passen, um auch hier besser regulieren zu können. Mit Fell gefütterte Hüte / Mützen funktionieren besonders gut, da das Fell nicht einfriert. Warme Kopfbedeckungen können auch von uns geliehen werden, falls Sie nur eine normale Mütze dabei haben.

Sie werden auch etwas brauchen, um Ihr Gesicht zu bedecken. Balaklavas oder Buffs eignen sich z.B. gut, um möglichst viel Haut zu bedecken. Wir empfehlen Merino Produkte oder Polar Buffs, die sowohl den Nacken, wie auch einen Großteil des Gesichtes schützen und nicht so schnell einfrieren, wenn man durch sie hindurchatmet. Hetta Huskies' Winter und Sommer Buffs können bei uns kostengünstig erworben werden.


Sonstiges

  • Wir empfehlen, zusätzlich noch einige weitere Sachen mitzubringen. Unter anderem:
  • Ein leichtes Reisehandtuch für Sauna und Dusche während der Tour.

  • Eine Stirnlampe inklusive Ersatzbatterien. Anmerkung: Bei der Auswahl der richtigen Stirnlampe ist es empfehlenswert, auf ein separates Batteriefach zu achten. Dieses kann man am Körper tragen, um die Batterien vor der Kälte zu schonen. In der Realität sieht es aber so aus, dass die meisten Guides einfache Petzl Tikka Stirnlampen verwenden, also keine Sorge wenn Sie nur eine einfache Stirnlampe besitzen. Stellen Sie sich aber darauf ein, dass die Batterien nicht sonderlich lange halten werden. Lithium Batterien können die Energie etwas länger halten und sind in diesem Klima in jedem Fall das Geld wert.

  • Ein kleines Erste-Hilfe Set innerhalb der Gruppe. Darin sollten sich Ihre persönlichen Medikamente befinden, sollten Sie auf Medikamente wie z.B Asthma-Spray oder ähnliches angewiesen sein. Teilen Sie uns bitte in jedem Fall mit, falls Sie Medikamente einnehmen und auf welche Sie angewiesen sind. Außerdem sind Wärmepakete für Hände und Füße, Feuchtigkeitscreme, Lippenbalsam, Halstabletten, Durchfallmedikamente (Imodium), Schmerzmittel, entzündungshemmende Creme, Pflaster und Blasenpflaster zu empfehlen. Dabei ist zu beachten, dass Cremes auf Ölbasis vorzuziehen sind, da Produkte auf Wasserbasis auf der Haut gefrieren können. Ab Ende Januar brauchen Sie zusätzlich noch Sonnenschutz.

  • Hygieneartikel. Bitte bringen Sie nur das Nötigste - wie z.B. Zahnbürste, Zahnpasta und Deo.


  • Optionale Gegenstände

    Denken Sie daran, dass Sie zusätzliches Gewicht im Schlitten durch Anschieben und Rennen kompensieren müssen.

    • • Die meisten Besucher möchten ihre Erfahrungen im Norden auf Video festhalten. Bedenken Sie dabei aber, dass Batterien in kalten Temperaturen einen deutlichen Leistungseinbruch aufweisen. Ein weiterer Punkt ist die Bedienung von Kameras mit Handschuhen. Wenn es wirklich kalt ist, erweisen sich point &press Kompaktkameras oftmals als zuverlässiger.

      Hinweise zu batteriebetriebenen Geräten: a) stellen Sie sicher, dass die Batterien für extreme Bedingungen geeignet sind (im jeweiligen Benutzerhandbuch nachzulesen), b) halten Sie die Batterien möglichst warm, am besten tragen Sie batteriebetriebene Geräte am Körper, also unter den Außenschichten und c) versichern Sie wertvolle elektronische Geräte gegen Verlust, Beschädigung und Diebstahl. Kriminalität ist hier oben weitgehend unbekannt, aber Sie sollten trotzdem kein Risiko eingehen. Wir übernehmen keine Verantwortung und Haftung für Verlust, Diebstahl oder Beschädigung von Gegenständen, die Sie mitbringen.

    • Beachten Sie bitte auch, dass Sie während der Schlittenfahrt keinen Selfie-Stick benutzen können. Beide Hände müssen während der Fahrt zu jedem Zeitpunkt am Schlitten sein. Auch bei GoPros und ähnlichen Kameras gilt, dass diese vor der Fahrt sicher am Körper angebracht werden müssen. Bitte besprechen Sie rechtzeitig, wer welche Kamera dabei hat / benutzt, um einen Stau an der Startliniezu vermeiden. Die Befestigung von Kameras am Schlitten selbst ist nur nach vorheriger Absprache möglich.

      Wir mussten zu vielen Teilnehmern auf den Mehrtagestouren dabei zusehen, wie sie ihre Schlitten unnötigerweise verloren haben, da sie sich zu sicher geföhlt haben und während der Fahrt mit Kamerazubehör hantierten. Sehen Sie also bitte davon ab, um kein unnötiges Risiko für Sie und die Hunde einzugehen.

      • Sie können gerne ein Buch, ein Kartenspiel, einen MP3-Player oder ähnliches mitbringen. Achten Sie jedoch auch hier auf das Gewicht und den etwaigen Batteriebedarf und überlegen Sie, was Sie unterwegs wirklich brauchen!


    • • Wenn Sie auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen sind, sollten Sie entsprechenden Ersatz mitbringen. Hier oben gibt es keinen Optiker, weswegen eine Reservebrille sehr hilfreich sein kann.


    • • Taschenmesser, denn es ist immer nützlich, ein Messer bei sich zu haben. Sie werden sehen, dass viele Leute hier oben, unsere Guides eingeschlossen, ein Messer am Gürtel tragen. Traditionelle und regional hergestellte Messer können am Ende der Tour in Hetta erworben werden, aber bis dahin ist es am besten, wenn Sie Ihr eigenes Messer mitbringen.

    • • Kleines Nähset

    • • Trinkflasche (bedenken Sie aber, dass die Flasche mit heißem Wasser gefüllt werden muss, um nicht gleich zu gefrieren, und dementsprechend hitzebeständig sein sollte. An besonders kalten Tagen wird auch das nicht ausreichen, aber an wärmeren Tagen kann es nützlich sein, ein kühles Getränk dabei zu haben, zusätzlich zu den gemeinsam genutzten Thermosflaschen für Kaffee und Tee.


    Reisebekleidung

    Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken über besonders warme Kleidung für die Tage der An- und Abreise. Eine gewöhnliche Winterjacke wird ausreichen. Auch normale Schuhe sind vollkommen ausreichend, um sich in Flughafen, Hotel und Geschäften zu bewegen, sowie für die kurzen Wege zu Auto und Bus. Wir nutzen meist Laufschuhe, Jeans und eine warme Jacke, wenn wir nur kurz etwas einkaufen müssen. Sollten Sie also nur ein Paar Schuhe mitbringen, dann reichen bequeme Laufschuhe normalerweise aus. Idealerweise lassen sich diese auch als Hüttenschuhe nutzen. Sollten Sie mehr Zeit im Norden einplanen und Schneeschuhwanderungen oder Schneemobiltouren unternehmen wollen, sollten sie zusätzlich ein Paar stabile und warme Wander- / Winterschuhe mitbringen. Die von uns gestellten Schuhe sind hierfür nur bedingt geeignet.

    Gepäck

    Nutzen Sie anstelle eines Koffers lieber eine Sporttasche oder einen Rucksack als Hauptgepäckstück, soweit möglich. Letztere lassen sich besser in der Kota verstauen, während Sie auf Tour sind. Falls Sie doch einen Hartschalenkoffer dabei haben sollten, so lassen Sie diesen besser im Gepäckraum des Hotels. Wir können Ihnen gegebenenfalls Kleidersäcke anbieten, um Ihr Gepäck auf der Farm zu verstauen.

    Zusätzlich werden Sie einen Sack benötigen, um Ihr Gepäck während der Schlittentour zu transportieren. Da Sie tagsüber die meisten Kleidungsstücke am Körper tragen werden, sollte nicht allzu viel zusätzliches Gepäck anfallen.

    Wenn Sie einen Rucksack für die Tour nutzen wollen, so ist dies natürlich auch möglich. Beachten Sie aber, dass dadurch ihre Bewegungsfreiheit und Balance teilweise eingeschränkt wird.


    Fragen bezüglich des Hundegespanns

    Wie viele Hunde werde ich in meinem Team haben?

    Die Teams sind generell aus 4 bis 6 Hunden für Einpersonen-Schlitten zusammengestellt, es kommt jedoch immer auf die Länge der Safari, die Schneebeschaffenheit, Ihre Erfahrung, sowie Ihr Gewicht und Fitness an. Wir stellen unsere Teams zusammen bevor es auf die Safari geht und können diese nach der ersten Testfahrt weiter anpassen, sodass die Teams im Endeffekt ungefähr gleich stark bzw. schnell ausfallen.


    Wie wird mein Team zusammengestellt?

    Bei den Safaris fahren wir normalerweise mit Vierer, Fünfer oder Sechser Hundegespannen. Wie bereits erwähnt, achten wir darauf, dass alle Teams ungefähr in derselben Geschwindigkeit fahren. Deshalb passen wir die Anzahl Hunde dem Gewicht der Teilnehmer an, z.B. braucht eine Person von 90kg mehr Hund im Team, als eine Person von 50kg.

    Die gelaufene Strecke jedes Hundes wird nach jeder Tour digital festgehalten, um die jeweilige Laufstrecke über die Saison zu ermitteln. So wissen wir, welche Hunde wir einsetzen können, bzw. welche eine Pause benötigen. Aus den zur Verfügung stehenden Hunden wählen wir dann ein primäres Leadteam aus, welches nicht nur zusammen laufen, sondern auch alle anderen Teams der Safari anführen kann (denn gewöhnlich folgen alle folgenden Teams dem ersten Schlitten).

    Nachdem das erste Team steht, arbeiten wir an dem Puzzle, die anderen Teams festzulegen. Nach und nach werden weitere Leit-, Team- und Zug-Hunde für die folgenden Teams bestimmen, die miteinander auskommen.

    Wir wissen genau, welche Hund zusammen laufen können und welche Hunde einander nicht so gerne mögen. Ebenfalls ist zu beachten, welche Hunde aus gesundheitlichen Gründen nur kurze Strecken laufen dürfen. Zudem achten wir auf läufige Hündinnen, denn diese dürfen natürlich nicht vor, hinter oder neben einem Rüden laufen. Die läufigen Hündinnen laufen immer in den letzten Teams und ausschließlich mit anderen Hündinnen, bzw. kastrierten Hunden zusammen, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. (Einige Leute glauben, dass es sinnvoll ist läufige Hündinnen im ersten Team laufen zu lassen, um die nachfolgenden Hunde anzuspornen. In Wirklichkeit werden diese aber nur abgelenkt und tendieren zu unnötigen Stopps, um Witterung aufzunehmen.)

    Für die mehrtägigen Safaris ist das Zusammenstellen der Teams sogar noch etwas komplizierter.. denn die Leithunde auf diesen Touren müssen die Kommandos GEE und HAW (rechts und links) besser kennen, als die Leithunde auf den kürzeren Safaris. Denn vor allem auf längeren Touren sind die Wege im Tiefschnee meist nicht sehr offensichtlich und weniger präpariert als die Touren rund um die Farm. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, dass nur Hunde mit außreichend warmen Fell auf die Mehrtagestouren gehen, denn dort werden sie ohne schützende Hundehütte im Schnee übernachten.

    All das sieht auf den ersten Blick nach sehr viel Arbeit aus, aber es garantiert uns, dass unsere Hunde gut miteinander auskommen und individuell gefördert werden. Alle Hunde laufen dementsprechend eine vergleichbare Strecke über die Saison verteilt, nur die freundlichsten Hunde laufen meist etwas mehr, denn sie können in den meisten Teams untergebracht werden, ohne Probleme zu verursachen.


    Laufen immer dieselben Hunde in einem Team?

    Nein. Wir haben Kombinationen von Hunden die gut zusammen funktionieren und Kombinationen von Hunden, bei denen wir vorsichtig sein müssen, da sich die Hunde nicht immer gut verstehen. Die Hunde die gerne und gut zusammen laufen, sind nahe beieinander platziert. Wer zusammen eingesetzt wird, entscheiden wir durch unsere Kenntnisse der Hunde sowie mithilfe eines Computersystems, das uns auflistet, wer in dieser Saison schon wie viele Kilometer gelaufen ist. Somit können wir die Distanzen gut auf die Hunde verteilen und entscheiden, wer vorerst etwas Erholung benötigt.


    Laufen die Hunde immer in der gleichen Position?

    Ja und Nein. Das kommt auf den Hund an.

    Nehmen wir als Beispiel ein 6er Hundeteam. Die zwei Hunde direkt vor dem Schlitten sind sogenannte „wheel dogs“, die Hunde in der Mitte sind die „team dogs“ und das Zweiergespann zuvorderst sind die Leithunde, die „lead dogs“. In wheel laufen meist die größten und stärksten Rüden und ziehen am schwersten Punkt vor dem Schlitten. Die Hunde, die in der Team Position rennen, sind die ausdauerndsten Zughunde und halten die Geschwindigkeit. Die Leithunde sind normalerweise kleinere Hunde (Weibchen), die sich dank ihrer Intelligenz bestens zum Führen des Teams eignen.

    Viele Team Hunde können auch in der Wheel Position rennen. Einige Wheel- und die meisten Lead Hunde können auch in der Team Position rennen. Die allerbesten Leithunde wechseln ihre Position jedoch selten. Das gilt auch für die etwas fauleren Hunde, denn diese laufen nur selten als Zughunde. Viele Farmen entledigen sich ihrer faulen Hunde, wir hingegen kastrieren sie und lassen sie als siebte Hunde in 6er Teams mitlaufen, um die Hunde fit zu halten. Für junge Hunde die sich nicht von Anfang an für eine spezifische Position eignen, suchen wir ein passendes Vorbild oder versuchen verschiedene Kombinationen, um sie zum laufen zu motivieren.


    Werde ich die Hunde in meinem Team gut kennenlernen?
    Sobald Sie sich an das Fahren auf dem Hundeschlitten gewöhnt haben, können Sie Ihren Blick über die Winterwunderlandschaft schweifen lassen und auch ihr Hundeteam genauer betrachten. Geniessen Sie diese traditionelle Art der Fortbewegung, begleitet nur vom Geräusch der Schlittenkufen auf dem Schnee.

    Freunden Sie sich allerdings nicht zu schnell mit einem bestimmten Hund an, da es in den ersten zwei Tagen eventuell zu einem Wechsel kommen kann, um die Teamstärken anzugleichen.

    Nach drei Tagen auf Tour mit ihrem Team werden Sie die Hunde schon sehr gut kennen. Besonders wenn Sie beim Geschirr anlegen und füttern helfen (natürlich nur wenn Sie möchten), werden Sie schnell Ihre Lieblingshunde finden. Die Hunde werden Sie und Ihre Stimme schnell kennenlernen und sich bei Ihnen wohl fühlen. Schon nach einer kurzen Zeit spüren Sie wie freundlich und spielerisch unsere Hunde sind! Je nach Route und Unterkunft ist es auch möglich, ein oder zwei Hunde mit in die Hütte zu nehmen. Die Hunde werden es lieben und für Sie wird es eine ganz besondere Erfahrung mit den Hunden sein.

    Falls Sie während der Safari nicht ganz sicher über das Verhalten eines Hundes sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Guide. Gerne teilen wir unsere Erfahrung und Erlebnisse mit Ihnen!


    Welche Distanz können die Hunde pro Tag ohne Probleme laufen?

    Die Frage sollte eher lauten, welche Distanz die Menschen an einem Tag durchhalten. Unsere Hunde sind es gewohnt, längere Strecken zurückzulegen, 50km sind z.B. relative kurz gegen Ende der Saison. Ein gutes Team kann täglich eine Strecke von 80 bis 90km zurücklegen, wir lassen unsere Teams jedoch selten mehr als 40km pro Tag laufen, da wir ihnen den Spaß an der Arbeit nicht nehmen wollen. Auch nach heftigen Schneefällen fallen die Distanzen oftmals kürzer aus, da die Fortbewegung mühsamer ist.


    Wie schnell können die Hunde rennen?

    Die Hunde laufen in verschiedenen Geschwindigkeiten, je nach Distanz die zurückgelegt wird. Während einer Safari versuchen wir eine konstante Geschwindigkeit von ca. 10km/h zu halten, im Sinne der Hunde sowie der Fahrer. Bei der Abfahrt von der Farm sind jedoch Geschwindigkeiten von unter 25km/h selten.

    Die berühmtesten Schlittenhunderennen finden größtenteils alle in Nordamerika statt. Das Iditarod Rennen (Alaska) und das West Yukon Rennen (Canada) sind für Rennteams ungefähr gleichwertig wie die Weltmeisterschaften für einen Fussballspieler, oder für Anna und Pasi das „Raid Gauloises / Eco Challenge“ Rennen, bei welchem beide mehrmals teilgenommen haben. Die längsten Hundeschlittenrennen dauern zwischen 8 und 10 Tagen für die schnellen Teams, wobei langsamere Teams für die gleiche Strecke bis zu 30 Tagen funterwegs sein können. Die gesamte Distanz für die Hunde ist ca. 1600km, manchmal mehr. Bei den Sprint Rennen (kurze Strecken über 1 oder 2 Tage) rennen die Hunde etwa 50km/h. Die bekanntesten skandinavischen Schlittenhunderennen sind das Femundløpet Rennen über 500km und das Finnmarkslopet über 1000km, welche in Alta, Norwegen, starten, gar nicht weit von uns entfernt.


    Kennen die Hunde den Weg?
    Ja, zumindest in der Theorie, und besonders auf unseren kürzeren Touren. Unsere Guides werden Sie trotzdem mit einem Schneemobil auf Distanz begleiten, um sicherzustellen, dass die Hunde richtig abbiegen und auch anhalten wenn gewünscht. Falls es trotzdem zu diesen unerwarteten Momenten kommt, wird sich Ihre Safari in ein richtiges Abenteuer verwandeln, an das Sie sich sicher noch lange erinnern werden!

    Es ist schön zu sehen, wie aufgeregt die Hunde werden, wenn sie von den regulären 6 oder 12km Wegen auf eine aufregendere Strecke geführt werden. Denn dann wissen die Hunde und auch ihre Guides, dass es auf die Jagd nach neuen Abenteuern geht!

    Die Touren werden von einem erfahrenen Guide geführt, der die Routen kennt und der sein Team durch verbale Kommandos durch das Gebiet führen kann. Die weiteren Schlitten folgen dem ersten Schlitten mit dem Guide, auch wenn er schon außer Sichtweite ist. Unsere Pfade und Wege sind präpariert oder vorgefahren. Für die Hunde, jedoch sicher auch für den Fahrer, ist es sehr anstrengend neben der Spur im Tiefschnee zu laufen. Schwerer Neuschnee der über Nacht fällt, kann das „mushen“ am nächsten Tag sehr anstrengend machen. Alle Schlitten haben eine Bremse, auf welche die Fahrer, also die „Musher“, stehen, wenn sie bremsen wollen. Ohne Vorwarnung an die Hunde sollte die Bremse jedoch nicht genutzt werden. Kommandos sollten nicht zu laut geschrien werden, denn die Hunde hören sehr gut! Auch sollten die Anweisungen an die Hunde nicht zu oft wiederholt werden. Ein guter Musher arbeitet ruhig, kontrolliert und einheitlich mit seinen Huskys.


    Lektüreempfehlungen


    • • South Pole: Windswept Dream von Kari Poppis Suomela (ein Buch für den Kaffeetisch, das von Pasi Ikonen und Poppis Suomela's Südpol Expedition handelt).
    • • 'Winterdance' und 'The Grand Blanc' von Gary Paulsen
    • • Born to pull von Bob Cary
    • • MUSH! A beginner’s manual of sled dog training
    • • The Speed Mushing Manual: How to train Raching Dogs von Jim Welch
    • • Dog Driver: A guide for the serious musher von Miki Collins
    • • Honest Dogs von Brian Patrick O’Donoghue
    • • The Joy of Running Sled Dogs von Noel Flanders
    • • Attla Training and Racing Sled Dogs von George Attla
    • • Racing the White Silence von Killick Adam
    • • The First Crossing of Greenland von Fridtjof Nansen
    • • The South Pole: An Account of the Norwegian Antarctic Expedition in the Fram, 1910, 1912 von Roald Amundsen
    • • Scott’s Last Expedition: The Journals von Robert Falcon Scott
    • • I may be some time von Francis Spufford
    • • South: The Story of Shackleton’s Last Expedition 1914 – 17 von Sir Ernest Henry Shackleton
    • • Mrs Chippy’s Last Expedition: The Remarkable Journal of Shackleton’s Polar-Bound Cat von Caroline Alexander
    • • Endurance von Frank Arthur Worsley
    • • True North: Peary, Cook and the Race to the Pole von Bruce B. Henderson
    • • North von Fridtjof Nansen
    • • Ice Blink: The Tragic Fate of Sir John Franklin’s Lost Polar Expedition von Scott Cookman
    • • Race to the Pole: Tragedy, Heroism and Scott’s Antarctic Quest von Sir Ranulph Fiennes
    • • Shackleton von Roland Huntford
    • • Endurance: Shackleton’s Incredible Voyage von Alfred Lansing
    • • The Endurance: Shackleton’s Legendary Antarctic Expedition von Caroline Alexander
    • • Cook & Peary: The Polar Controversy, Resolved von Robert M. Bryce
    • • Across the Top of the World: The Quest for the Northwest Passage von James P. Delgado
    • • The Cruise of the Corwin: Journal of the Arctic Expedition of 1881 von John Muir
    • • 'Eleven dogs, a man, a passion', 'Road Nimipi', 'Legend Atikamekw', 'The island of mystery Akpatok', 'On the road loggers' und 'Will they succeed in saving Kokom?' von François Beiger
    • • "ARKTIKA" = Four-year odyssey on the ice von Gilles Elkaim
    • • White Fang, Call of the Forest and The Son of the Wolf von Jack London
    • • 'Ten dogs for a dream' und 'My life for a dream' von François Varigas
    • • Wolf, The Siberian Odyssey, The Last Trapper, Cold du Voyageur, NORTH: Great Travel, The Odyssey White, The Northern Song, The Dream Hunter, Gold in the Snow, Otchum: Pack Leader, A Winter in the footsteps of Jack London von Nicolas Vanier
    • • Byron, Andy, Granite .. Runners Snow von John Muir
    • • The Cruise of the Corwin: Journal of the Arctic Expedition of 1881 von Perier-Crouzet
    • • Dog Sledding: The most beautiful Stories von Daniel Duhand
    • • Dog Sledding: The most beautiful Stories von Daniel Duhand
    • • Sledge Freedom von Marcelle Fressineau
    • • Sled Dogs and Veto Snow von Dominique Grandjean
    • • The Siberian Husky von J. Vallerino
    • • The Siberian Husky von Chantecler
    • • The Musher von José Giovanni
    • • The Voyageurs du Froid von Dominique cellura
    • • The world of Sled Dog von André Pilon
    • • Practical Handbook of Dogsledding von Sophie Licari
    • • NOULOUK von André Vacher

    • Weitere häufig gestellte Fragen

      Wie sehen die Unterkünfte auf der Tour aus?

      Die Unterkünfte, die wir nutzen sind grundsätzlich eine Mischung aus traditionellen Lappischen Kotas, wie die Kota auf unserer Farm (eine runde Holzkonstruktion mit einfachen Schlafbänken, die von Rentierfellen bedeckt und um eine Feuerstelle in der Mitte der Hütte platziert sind) und typisch finnischen Ferienhäusern (mit einer Mischung aus normalen Betten und Hüttenbetten).

      Wir übernachten manchmal auch in Ferienhaeusern mit Strom (bspw. wenn wir grüßere Gruppen haben). Einige der Hütten haben getrennte Zimmer, in denen man sich zurückziehen kann. Die meisten Hütten verfügen jedoch nicht über getrennte Zimmer.

      Einige Unterkünfte verfügen über ein zweites Stockwerk, das als Schlafsaal dient. Die etwas abenteuerlicheren Hütten in der hohen Tundra sind hingegen vergleichbar mit alpinen Schutzhütten, in denen Sie ihr Nachtlager auf Bänken ausbreiten.

      Abgesehen von den Hütten in der hohen Tundra, die nur mit kleinen Gruppen auf den längsten Touren erreichbar sind, sind die meisten Gäste über die Qualität der Unterkünfte positiv überrascht. Ein zweites Ferienhaus in der Wildnis zu haben ist Teil der finnischen Kultur und die Menschen hier wissen, wie man auch ohne fliessend Wasser und Strom überraschend komfortabel leben kann.


      Welches Essen wird auf den Touren angeboten

      Bei unseren mehrtägigen Safaris sind alle Mahlzeiten inbegriffen. Die Mahlzeiten werden von den Guides zusammen mit den Gästen zubereitet. Das Frühstück besteht aus Brot, Haferbrei oder Müesli, Kaffee, Tee und heisser Schokolade. Das Mittagessen besteht aus Suppe und Brot und Sandwiches, deswegen ist Ihre Thermosflasche unabdingbar in Ihrem Utensilienkit) Das Menu für das Abendessen wird jeweils von Ihrem Guide koordiniert. Auf Vegetarier und andere ernährungstechnische Besonderheiten nehmen wir gerne Rücksicht, jedoch sollte uns im Voraus Bescheid gegeben werden.


      Brauche ich vorherige Erfahrung mit der Handhabung eines Hundeschlittens?

      Nein. Wir werden Ihnen alles beibringen, was Sie wissen müssen. Viele unserer Gäste fahren das erste Mal auf einem Hundeschlitten, egal ob jung oder älter, schwere oder leicht (wobei wir unseren „leichten“ Gästen einige Tipps geben, wie sie stabiler-- auf dem Schlitten bleiben). Jugendlichen fahren nur nach Ermessen der Guides alleine auf einem Schlitten. Zum Geniessen der Hundeschlittenfahrt brauchen Sie daher keine vorherige Erfahrung.

      Vor jeder Tour geben Ihnen Ihre Guides eine Einführung in unsere Sicherheitsbestimmungen während den Safaris und eine Demonstration der Schlittenhandhabung. Befolgen Sie diese einfachen Anweisungen, so werden Sie schnell zum Experten und wissen, wie man einen Schlitten in Bewegung setzt, oder wie Sie den Hunden bei Steigungen helfen können. Natürlich werden Sie auch auf die wichtigste Regel bei Hundeschlittenfahrten aufmerksam gemacht: Nie den Schlitten und Ihr Hundeteam loslassen!

      All unsere Safaris eignen sich für Personen, die das erste Mal auf dem Hundeschlitten stehen, als auch für Personen, die schon etwas Erfahrung mit Schlittenhunden haben. Einige längere Touren sind jedoch technisch und körperlich anstrengender und daher eher für abenteuerlustige Gäste geeignet.

      Für Gäste unserer längeren Touren stellen wir unsere Hundeteams vor Ihrer Ankunft zusammen. Dafür spielen viele verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle, z.B. die Schneebeschaffenheit, Ihre Erfahrung, Ihr Alter und Gewicht und die täglich zu fahrende Distanz. Sie werden den ersten Morgen auf der Farm mit den Hunden verbringen, um diese besser kennenzulernen und sich gut auf das Abenteuer vorzubereiten.

      Sie werden nicht nur die Kunst des Mushings kennenlernen, sondern auch mehr über Hunde und deren Leben in der Aktis erfahren. Nach der Tour werden Sie gelernt haben, wie man einem Hund das Geschirr an- und auszieht, wie man ihn in der Reihe vor dem Schlitten platziert und wie man ihn am Ende des Tages in sein Zuhause zurück bringt.


      Wie fit muss ich körperlich sein?

      Die meisten mässig aktiven Menschen finden eine Husky Safari als körperlich nicht zu anstrengend. Unsere Gäste erlernen die Kunst des Hundeschlittenführens im allgemeinen sehr rasch. Wenn Sie z.B. regelmässig spazieren gehen oder eine Sportart ausüben, werden Sie sich bei unseren Touren sicher wohl fühlen. Wenn Sie sich große Sorge um Ihre Fitness machen, ist es natürlich sinnvoll sich zu Hause durch leichtes Training etwas vorzubereiten. Wandern auf hügeligem Gelände ist gut für die Ausdauer. Umso fitter eine Person ist, desto eher kann sie sich auf die Hunde und die wunderschöne Natur konzentrieren.

      Ihre Guides werden die Hunde in Ihrem Team aufgrund Ihrer Größe und Kraft zuordnen. Um einen Hundeschlitten sicher fahren zu können, ist eine gute Kondition, Konzentration und gute Balance von Vorteil. Falls Sie aus irgendeinem Grund vom Schlitten fallen sollten, ist immer jemand da, um Ihr Team einzufangen. Nach der ersten längeren Schlittenhundefahrt werden Sie sich am Abend jedoch mit Sicherheit müde fühlen und Ihre Schultern werden sich schwer anfühlen, da Sie in den kalten Temperaturen ungewohnte Bewegungen ausführen werden. Aber keine Angst, nach 2 oder 3 Tagen werden Sie sich als „Musher“ wie ein Profi fühlen!

      Genauso wichtig wie Ihre körperliche Form ist Ihr Gemütszustand. Je nach Wetter können die Bedingungen recht hart sein. Jedoch wird es sicherlich auch Momente geben, wo Sie sich im Gefühl der Leichtigkeit und Sicherheit treiben lassen. Schlussendlich werden Sie das „mushen“ als eine wundervolle Art der Fortbewegung entdecken und verstehen, warum dieser Weg des Transports schon seit alter Zeit von den Bewohnern der Arktis bevorzugt wird.

      Wenn Sie möchten (und vor allem noch genügend Energie haben), können Sie den Guides gerne bei den täglichen Arbeiten mit den Hunden helfen. Sie werden noch eine viel intensivere Beziehung zu Ihrem Husky Team aufbauen können, da die Hunde Sie als Quelle für Futter und Streicheleinheiten sehen werden! Natürlich müssen Sie kein extremer Hundefan sein, um bei unseren Touren mitzufahren. Keine Angst vor Hunden ist jedoch sicherlich von Vorteil. Alle Hunde sind den Umgang mit Menschen gewohnt. Seien Sie nicht erstaunt, falls Sie mit den Hunden am Anfang etwas distanziert umgehen und am Ende Ihr Team am liebsten mit nach Hause nehmen möchten!


      Wie Sorgen Sie während der Tour für unsere Sicherheit?

      Während Ihres ersten Tages werden Ihnen die Guides Ihre Ausrüstung detailliert erklären und zeigen, wie Sie die Hunde in Ihrem Team ausrüsten und mit ihnen arbeiten. Sie erhalten ebenfalls eine Fahr- und Sicherheitsinstruktion. Bei Ihrer ersten Fahrt alleine auf dem Hundeschlitten, werden wir Sie mit dem Schneemobil begleitet. Sobald Sie jedoch sicher mit dem Schlitten fahren, wird nicht jedes Mal ein Schneemobil, sondern unsere Guides mit ihren eigenen Hundeteams mit dabei sein.


      Wie kalt kann es auf den Safaris werden?

      Obwohl es auf unseren Touren sehr kalt werden kann, sind Musher durch die heutzutage sehr gute Kleidung ideal vor der Kälte geschützt.

      Im Dezember, Januar und Februar fallen die Temperaturen tagsüber auf minus 5°C bis minus 30°C und in der Nacht sogar bis auf minus 40°C. Im März schwanken die Temperaturen zwischen minus 5°C bis minus 15°C, im frühlingshaften April um die null Grad.

      Im Januar haben wir zwischen 9.00 und 15.00 Uhr genügend Tageslicht für unsere Aktivitäten, das blau schimmernde Tageslicht verwandelt die Landschaft in eine märchenhafte Welt! Bei Vollmond sind sogar Touren noch während Mitternacht möglich, da das Mondlicht so stark im Schnee reflektiert wird, das wir genügend Licht haben. Im März werden die Tage schnell länger und die Sonne kommt schon ca. um 7.00 Uhr morgens heraus. Ab Mai gibt es im hohen Norden fast 24h Sonnenlicht und die Sonne verschwindet für nur ein paar Stunden hinter dem Horizont.


      Werde ich Nordlichter sehen?

      Die Region Enontekiö hat das größte Vorkommen von Nordlichtern in ganz Finnland! In durchschnittlich 3 von 4 Nächten ist das Naturspektakel am Himmel zu sehen. Garantieren können wir Ihnen dies jedoch nicht, denn natürlich ist das Schauspiel bei bewölktem Himmel nicht gut sichtbar. Auf längeren Safaris sehen wir jedoch recht häufig die grün leuchtenden Lichter, und oft sogar die farbig schweifenden Strukturen am Himmel.


      Fragen zur Buchung

      Welche Art von Versicherung brauche ich?

      Wer aus einem EU-Land innerhalb der EU reist, sollte eine eigene E111 Versicherungsschutz beantragen, bevor Sie zu uns reisen. Mit diesem Zusatz sind Sie zur gleichen Gesundheitlichen Versorgung berechtigt, wie ein finnischer Bürger. Im Falle von Krankheit oder Unfall bezahlen Sie meist für die erst Behandlung einen geringen Betrag, wobei jede weitere Behandlung danach von der Versicherung übernommen wird. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung in jedem Fall vor der Abreise, ob Sie auch für Unfälle im Schlittenhundesport und mit dem Schneemobil gedeckt sind!


      Welche Stornierungsbedingungen gelten bei Ihnen?

      Bei einer Stornierung bis zu 45 Tagen vor der Abreise: Ihre Deposit / Bezahlung wird Ihnen abzüglich 10% Verwaltungsgebühr zurückerstattet.

      Stornierung 45 bis 20 Tage vor Ihrer Abreise: 50% der Gesamtkosten der Tour werden zurückersattet.

      Bei Stornierungen zwischen 20 und 0 Tagen vor Ihre Abreise oder bei Nichterscheinen wird kein Geld zurückerstattet.


      Was ist die Mindestgruppengroesse?

      Für die 2 und 3 tägigen Safaris brauchen wir mindestens 2 Personen. Für eine weiterführende Tour, bzw. für jede Tour länger als 3 Tage, sind 4 Teilnehmer das Minimum.

      Falls Sie eine private Safari bevorzugen, so berechnen wir normalerweise mindestens 4 Personen (bzw. die maximale Teilnehmerzahl in den geschäftigsten Wochen, da diese schnell ausverkauft sind).


      Was ist die maximale Gruppengroesse?

      Die meisten Wildnisshütten bieten ohne Probleme Platz für 6 Personen. Daher ist dies normalerweise die maximale Anzahl von Kunden, die wir auf die individuell gebuchten Touren mitnehmen. Dennoch haben wir häufig Anfragen von etwas größeren Familiengruppen angenommen (bis zu 8 Personen), die gerne zusammen reisen wollen und die sich nicht an etwas weniger Platz stören. Ganz selten kann es auch passieren, dass wir zwei kleinere Gruppen haben, die sich in der Wildnis treffen und für ein oder zwei von fünf Tagen zusammenreisen, falls mehr als eine Unterkunft an den abgelegeneren Wegabschnitten zur Verfügung steht. Größere Gruppen können allerdings nur auf Anfrage untergebracht werden, da wir dann unsere Touren ändern müssen, um die wenigen größeren Hütten, die es in der Region gibt, erreichen zu können.


      Können wir privat oder als Gruppe buchen?

      Es ist kein Problem eine private Safari oder ein höheres Guide-Teilnehmer Verhältnis zu buchen.

      In diesem Fall sind wir auch in der Lage Ihnen ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Produkt nach Ihren Wünschen anzubieten (bezüglich der Hüttenarten, die wir nutzen, der Hüttengröße (falls Sie eine etwas größere Gruppe anmelden wollen) die Art von Gelände durch das Sie reisen wollen, die Gesamtanzahl an Tagen in der Tundra vs. Taiga etc.

      Da wir jedoch den Großteil des Jahreseinkommens in der Hochsaison sichern müssen, um das Wohlbefinden der Hunde das ganze Jahr über gewährleisten zu können, verlangen wir eine Mindestgröße von 4 Personen in der Nebensaison und 6 Personen in der Hochsaison, wenn Familien oder Gruppen eine private Tour buchen möchten.


      Von wem und auf welcher Sprache wird die Gruppe geleitet?

      Auf der Safari werden Sie entweder von Anna oder Pasi persönlich, oder von einem unserer Guides begleitet. Wir werden versuchen uns jeweils Ihrer Sprache anzupassen, resp. jemand gleichsprachiges aus unserem Team mit auf Ihre Safari zu schicken. Im Endeffekt sind aber immer Fähigkeiten und Streckenkenntnisse des Guides entscheidend.

      In unserem Team von Volunteers haben wir in der Regel Muttersprachler für die Sprachen Finnisch, Englisch, Deutsch und Französisch. Oftmals sind auch Niederländisch, Spanisch und Russisch vertreten. Wünsche bezüglich der Sprache sollten jedoch frühzeitig geäußert werden, damit wir die jeweiligen Guides entsprechend einplanen können. Was das Land an sich angeht, so sprechen die meisten Finnen ein sehr gutes Englisch, die Kommunikation ist also kein Problem. Wenn Sie einige Grundlagen, wie z.B. Begrüßungen in finnisch lernen möchten, so helfe wir Ihnen unterwegs gerne damit.


      Wie flexibel ist der Zeitplan?

      Ein wesentlicher Teil unseres Sicherheit- Konzepts ist es, Versprechen einzuhalten. Allerdings muss man sich bei Aktivitäten in der Arktis mit einigen Abänderungen abfinden, da wir nur innerhalb der Grenzen der vorherrschenden Bedingungen arbeiten können. Falls diese unerwartet schlecht sind oder Änderungen der bestehenden Infrastruktur zur Folge haben (was ausserhalb unserer Kontrolle ist) müssen wir gelegentlich unsere Pläne ändern. Daher sollte unser Tageszeitplan nur als allgemeine Richtlinie zur Kenntnis genommen werden.


      Welche Leistungen sind nicht enthalten?

      Reiseversicherung, eigene Ausgaben für Souvenirs, alkoholiche Getränke, zusätzliche Aktivitäten wie z.B. Rentier Safaris, Schneemobil Safaris, etc. an freien Tagen (bei der Organisation können wir Ihnen gerne helfen, ohne das zusätzliche Kosten anfallen).